Wie bewertet Enisa Ihr Unternehmen?
In den letzten Jahren hat Enisa einen Algorithmus entwickelt und verfeinert, mit dem sie eine Reihe von Analysen von Startups durchführt, die zu einer Bonität führen, die von A (niedriges Risiko) bis D (hohes Risiko) eingestuft wird. Die Genehmigung eines Kredits in Ihrem Startup hängt in hohem Maße von dieser Bewertung ab.
Bei Startups, die weniger als 2 Jahre alt sind, hängt das Rating von einer äußerst qualitativen Bewertung ab. Bei Unternehmen mit einer Lebensdauer von mehr als 2 Jahren gewichtet der Algorithmus jedoch die Analyse einer Reihe von wirtschaftlich-finanziellen Kennzahlen zu 90%, während die verbleibenden 10% von einer qualitativen Analyse abhängen.
Die quantitative Bewertung der ENISA konzentriert sich auf die Analyse von 7 historischen, aber auch prognostizierten wirtschaftlichen und 5 finanziellen Kennzahlen des Unternehmens.
Zunächst werden die wirtschaftlichen Kennzahlen analysiert:
- Umsatzwachstum: Das anhaltende Wachstum des Jahresumsatzes wird positiv bewertet.
- Verhältnis EBITDA/Umsatz: Ein Verhältnis von tendenziell 20% deutet auf ein hocheffizientes Management hin.
- Nettomarge: Eine positive und wachsende Nettomarge wird als positiv angesehen, und es ist wünschenswert, über 8% zu liegen.
- Vermögensumsatz: Eine Umsatzquote von 5% deutet auf eine hohe Effizienz bei der Nutzung von Vermögenswerten zur Erzielung von Einnahmen hin.
- ROA (Return on Assets): Ein ROA von mehr als 24% weist auf eine hocheffektive Nutzung von Vermögenswerten zur Erzielung von Gewinnen hin.
- Unterschied in den durchschnittlichen Zahlungs- und Inkassozeiträumen: Ein positiver Unterschied zwischen Zahlungen und Inkasso lässt auf ein gutes Cashflow-Management schließen.
- Lagerrotation: Ein Wert über 22 wird als sehr effizientes Bestandsmanagement bewertet.
Zweitens wird eine Reihe von Finanzkennzahlen analysiert:
- Liquidität: Eine Liquiditätsquote zwischen 1,5 und 3 deutet darauf hin, dass das Unternehmen über eine solide Kapazität zur Tilgung seiner kurzfristigen Schulden verfügt und gleichzeitig über ein ausreichendes Maß an liquiden Mitteln verfügt, um Anlagemöglichkeiten zu nutzen oder finanzielle Notfälle zu bewältigen.
- Solvenz: Ein Verhältnis von Nettovermögen zu Gesamtvermögen von weniger als 10% wird als hohe Solvenz bewertet und spiegelt die Fähigkeit wider, langfristige Verpflichtungen zu erfüllen.
- Verschuldung: Eine moderate Höhe (10 bis 30%) der Bruttofinanzverschuldung im Vergleich zur Gesamtsumme der Mittel ist wünschenswert, sodass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schulden und Eigenkapital besteht.
- Schuldendeckung: Ein Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu EBITDA von weniger als 5 wird positiv bewertet.
- Zinsdeckung: Ebenso deutet ein Verhältnis von EBITDA zu Nettofinanzkosten von weniger als 5 auf eine größere Kapazität zur Deckung der finanziellen Ausgaben durch Betriebsgewinne hin.
Andererseits umfasst die qualitative Bewertung die Analyse mehrerer Schlüsselfaktoren, die den Erfolg des Projekts beeinflussen können:
Markt und Produkt:
- Marktattraktivität: Ein Markt mit hohem Wachstum und erheblichen Eintrittsbarrieren wird positiv bewertet.
- Wettbewerbsvorteile: Eigene Technologien, differenzierte Produkte und innovative Strategien werden als günstig angesehen.
- Lebensphase des Unternehmens: Unternehmen, die wichtige Meilensteine erreicht haben und klare und tragfähige Expansionspläne haben, genießen hohes Ansehen.
- Lieferanten und Kunden: Diversifikation und enge Beziehungen zu wichtigen Lieferanten und Kunden werden positiv bewertet.
- Kompetenz: Es ist entscheidend, sich richtig von Wettbewerbern zu kennen und sich von ihnen abzuheben.
Managementteam und Aktionäre:
- Partnererfahrung: Frühere Erfahrungen im Bereich Unternehmertum oder erfolgreiches Management sind von Vorteil.
- Einbindung des Managementteams: Hohes Engagement und Erfahrung in der Branche sind Schlüsselfaktoren.
- Unternehmensführung: Effiziente Managementstrukturen und klare objektive Überwachungssysteme werden als positive Aspekte bewertet.